
Costa Rica
Jasmin
Travel Bloggerin
Ich bin in Costa Rica! Das vierte Land auf meiner Weltreise ist für mich Erholung pur. Obwohl ich arbeite, kann man sich in dieser Umgebung nur entspannt fühlen. Die Gelassenheit der Karibik ist hier überall spürbar. Die nächsten beiden Blogs werden etwas anders aufgebaut sein, als die vorherigen. Das liegt daran, dass ich mehr als vier Wochen an ein und demselben Ort verbracht habe. Da viele Tage identisch aussahen, habe ich den Beitrag also anders unterteilt. Die wundervollen Tiere, die ich fotografiert habe, werde ich immer mal wieder einstreuen, sie gehören diesmal also nicht zwingend zum entsprechenden Textblock. Viel Spaß beim Lesen.
Zuerst einmal: Warum bin ich an nur einem Ort in Costa Rica?
Ich habe mich auf Costa Rica mit am Meisten gefreut hier in Zentralamerika. Leider ist es aber auch eines der teuersten Länder hier. Je mehr ich also recherchierte, umso mehr überlegte ich, das Land zu überspringen und irgendwann wiederzukommen. Und hätte ich keine Volunteerstelle gefunden, hätte ich das Land vielleicht tatsächlich komplett übersprungen. Ich wollte mein Weltreisebudget nicht in einem Land alleine so schrumpfen. Ich bin mir sicher, dass ich auf jeden Fall trotzdem noch einmal wiederkommen werde, um das ganze Land zu bereisen, vermutlich mit einem Mietwagen und dem entsprechenden Budget für dieses Land. Diesmal bin ich jedoch nur in einer Ecke des Landes.


Volunteer
In Nicaragua meldete ich mich bei verschiedenen Hostels in meiner Wunschgegend, um herauszufinden, ob jemand eine Volunteerstelle freihat. Und ich hatte Erfolg. Mein Favorit meldete sich schnell zurück und nach ein paar Nachrichten und einem Videoanruf stand fest, dass es für mindestens vier Wochen nach Puerto Viejo, im Südosten des Landes geht. Hier würde ich für ein Bett und ein Fahrrad für ein paar Stunden am Tag arbeiten. So würde ich genug Zeit haben, herunterzukommen, an einem Ort richtig anzukommen und den Reisestress für eine Weile hinter mir zu lassen.





Anreise
An der Grenze in Costa Rica war es sehr viel besser organisiert. Es arbeiteten mehrere Personen und innerhalb von 10 Minuten war ich dran. Mir wurden ein paar Fragen gestellt und ich zeigte mein Ticket für die Weiterreise ins nächste Land, was für die Einreise nach Costa Rica benötigt wird. Und dann war es auch schon geschafft. Draußen warteten wir auf die anderen und dann ging es mit dem Bus in die Hauptstadt nach San José. Hier musste ich eine Nacht verbringen, denn mein Ziel in Costa Rica ist am anderen Ende des Landes. Ich kam glücklicherweise an der gleichen Haltestelle an, von der aus ich am nächsten Tag den Bus nehmen würde. So konnte ich direkt das Ticket für den nächsten Bus kaufen und mir einen Uber zum Hostel bestellen. Am nächsten Morgen ging mein Bus dann um 8 Uhr nach Puerto Viejo. Allein der Ausblick während der Busfahrt war unglaublich grün und schön.







Mein erster Spaziergang in der Nähe des Hostels
Am ersten Tag lernte ich das Hostel kennen und die wichtigsten Orte im Ort (Bank und Supermarkt). Den zweiten Tag hatte ich noch frei und machte einen Spaziergang. Vom Hostel ist es nur eine Minute zu Fuß zum Meer. Dort genoss ich den Ausblick und entschied mich dann, auf die Suche nach einem Faultier zu gehen. Nach nicht einmal zwei Minuten traf ich jemanden, der etwas im Baum fotografierte. Ich hatte unglaublich Glück. Ich sah nicht einfach nur ein Faultier, es war sogar wach und schaute uns gerade an. Irgendwie surreal, es in echt zu sehen. Nachdem ich es eine Weile bestaunt hatte, lief ich weiter und fand tatsächlich zwei weitere, schlafend, eingemurmelt in kleine, flauschige Bälle. Ich entdeckte aber auch unglaublich viele Krebse, Spinnen und plötzlich auch einen Baum voller Affen. Glücklich machte ich mich auf den Rückweg. Kurz bevor ich die Straße zum Hostel überquerte, hörte ich neben mir ein Rascheln. Ein grüner Leguan kletterte auf einen Ast und beobachtete mich. All diese Tiere habe ich bei einem einfachen Spaziergang gesehen. Ohne all die Stopps zum Bewundern und Fotos machen, wäre der Spaziergang wahrscheinlich nur 20 Minuten gegangen.







Meine Arbeit als Volunteer
Der erste Tag war unglaublich viel Input, der zweite fiel mir schon sehr viel leichter. Meine Hauptaufgaben sind die Rezeption, das Einchecken von Gästen, das Vermieten von Fahrrädern, Neuankömmlingen eine Tour des Grundstücks zu geben, die Gästeküche aufgeräumt zu halten und gelegentliche Runden über die Hauptwege, um zu schauen, ob die Hunde irgendwo kleine "Überraschungen" hinterlassen haben. Außerdem macht jede von uns ab und an eine Social Night mit den Gästen. Das kann ein Filmabend, ein Spieleabend, eine Trivia-Night oder oder sein. Wir können uns was überlegen. Mir macht die Arbeit mit den Gästen viel Spaß.





Puerto Viejo
Puerto Viejo ist ein kleiner Ort an der Karibikküste Costa Ricas. Der Ort ist belebt, aber nicht überlaufen. Die Natur ist überall präsent. Wenn man die Augen offenhält, sieht man überall Tiere. Leguane in den Bäumen, Faultiere, Krebse, Eidechsen, Affen, Frösche … Einmal liefen Agutis durch den Garten im Hostel. Von denen habe ich vorher noch nie gehört und sie noch nie gesehen. Kolibris und Schmetterlinge fliegen umher. In Costa Rica gibt es etwa 920 verschiedene Vögel und ich habe einige in den schönsten Farben gesehen. Puerto Viejo ist eine tolle Mischung aus Strand, Dschungel, Nachtleben und vielen Shops und Restaurants (auch wenn Essen gehen hier teuer ist).





Und damit beende ich diesen ersten Blog aus Costa Rica. Es ist der erste Blog, der tatsächlich hochgeladen wird, während ich noch im Land bin. Ich liebe diesen Ort und all die Vielfalt. Ich kann jeden Tag die gleichen Wege gehen und entdecke jedes Mal neue Tiere. Ein zweiter Teil mit mehr tollen Begegnungen wird noch kommen, dann geht es für mich ins nächste Land. Bis zum nächsten Mal Jasmin




