
Guatemala Yoga Teacher Training
Jasmin
Travel Bloggerin
Mehr als drei Wochen bin ich nun schon in Guatemala. Vor ein paar Tagen habe ich mein Yoga Teacher Training beendet. Es wird Zeit, dass ich etwas von dieser intensiven Zeit berichte.
28,5 Stunden, so lange hat es gedauert, von meinem Bett in Deutschland in das Bett in Guatemala zu fallen. Drei von vier Flügen waren verspätet und ich musste zum jeweils nächsten Gate rennen. Nur der letzte Flug nach Guatemala war pünktlich. Glücklicherweise kam mein Rucksack mit mir an und ich konnte mit dem Uber in meine Unterkunft für die Nacht. Nach leckeren Banana Pancakes am Morgen wurde ich abgeholt, um nach San Marcos la Laguna zu fahren, wo mein Yoga Teacher Training stattfinden soll.



Der Ausblick von der Yoga Shala ist traumhaft schön. Man überblickt einen Teil des Lago de Atitlan, der von verschiedenen Vulkanen umgeben ist. Nach dem Abendessen ging es zeitig ins Bett, in Deutschland war es schon drei Uhr morgens. Die Zeitverscheibung von sieben Stunden ließ mich dann auch um vier Uhr morgens aufwachen und die Hunde, Katzen und Hähne, die fleißig am lautieren waren, machten es mir schwer, wieder einzuschlafen. Etwas zu müde ging es dann um 06:30 Uhr in die Shala für die erste Praxis Yin Yoga. Nach dem Frühstück hatten wir Freizeit bis 15 Uhr und wir gingen ins Dorf. Vielen der Dörfer am Lago de Atitlan wird ein bestimmter "Vibe" zugeschrieben. Santa Cruz ist ruhiger, San Pedro lebendig, San Juan bietet viel Kunst und Textilien und San Marcos ist spirituell mit vielen Möglichkeiten zum Yoga praktizieren. Letzteres Dorf schaute ich mir an. Es ist bunt und lebendig und die Stimmung sehr entspannt. Es gibt viele Möglichkeiten, selbstgemachte Dinge zu kaufen und lecker zu Essen.

In den drei Wochen begann der Tag von Montag bis Freitag immer um 6 Uhr mit einer Einheit Yoga bis etwa 8:45 Uhr, nach dem Frühstück ging es gegen 9:30-14 Uhr mit Theorie weiter. Zwischendurch gab es 20 Minuten Chai Pause. An einigen Tagen hatten wir von 13:30-14 Uhr Yoga Nidra (besser als ein Nap, finde ich super). Es folgte Mittagessen und eine Pause bis 16:30 Uhr. Ab da gab es dann weitere Theorie bis zum Abendessen um 18:30 Uhr und an einigen Tagen auch danach noch Programm bis 20 Uhr. Die letzten drei Wochen waren dementsprechend sehr intensiv, mit sehr viel Input, viel Yoga und einigen sehr schönen Zeremonien. Samstags ging es erst um 6:30 Uhr los, um 8 Uhr waren wir durch und es gab erst um 15 Uhr wieder Programm: Kirtan! Kirtan gefiel mir sehr gut. Es gab zeremoniellen Kakao und es kamen um die 30-40 Leute aus der Nachbarschaft um gemeinsam zu singen. Die Stimmung war immer unglaublich gut.

Sonntags haben wir frei, dementsprechend war das unser Ausflugstag. Am ersten Wochenende ging es mit dem Boot, welches hier als Haupttransportmittel der verschiedenen Dörfer am Lago de Atitlan genutzt wird, nach Santa Cruz. Die Bootsfahrt war nass, aber auch erfrischend. Immer wieder kamen Wellen von Wasser ins Boot. In Santa Cruz ging es dann zu einer Wanderung nach Jaibalito. Der Weg ist nicht ausgeschildert und so liefen wir den steilen Berg hoch, dann wieder ein Stück runter, dann fragten wir einen Local, der uns wieder hoch schickte und der nächste wieder etwas runter. Als wir den Weg dann fanden, war es ab da überwiegend eben, mit nur noch wenigen Aufs und Abs. Der Ausblick war wunderschön und es war nicht viel los auf dem Pfad. Zwischendurch hatte man das Gefühl, man läuft durch den Dschungel. Nach etwa einer Stunde kamen wir in Jaibalito an und wir aßen im Bistro Indigo mit Blick auf den See, bevor es zurück nach San Marcos und auch hier noch einmal 450 Meter steil bergauf zu unserer Unterkunft ging. Die kalte Dusche im Anschluss kam nach dem Aufstieg noch willkommener.


Das zweite Wochenende blieb ich in San Marcos, denn ich musste mein 30 und mein 90 Minuten Yoga Unterricht Praktikum planen. Am dritten Wochenende ging es dann nach San Juan, die Textilstadt. Ich habe mich sehr auf diesen kleinen bunten Ort gefreut und wurde nicht enttäuscht. An jeder Ecke gibt es bunte Textilien zu kaufen, wenn du möchtest, kannst du hier einen Webkurs machen. Über uns hingen bunte Regenschirme, der Boden und viele der Hausfassaden waren bunt bemalt. Tuktuks fuhren Menschen den Berg rauf und runter und es gab etwas live Musik. Zwei bis drei Stunden haben zum Schlendern aber definitiv gereicht und wir fuhren mit dem Boot zurück nach San Marcos.




Ehe ich mich versah, waren die drei Wochen um und mir wurde in der Abschlusszeremonie mein Zertifikat übergeben und ich bekam eine Blumendusche. Ich bin unglaublich dankbar für die vielen Erfahrungen, die ich in dieser Zeit sammeln und die unglaublich tollen und herzlichen Menschen, die ich kennenlernen durfte. Sie haben diese Zeit zu etwas ganz besonderem gemacht. Für mich geht es jetzt weiter durch Guatemala, darüber könnt ihr dann in meinem nächsten Blogbeitrag lesen. Bis zum nächsten Mal Jasmin











