Peru: Zwischen Küste und Wüste
Erfahrung

Peru: Zwischen Küste und Wüste

Juni 202615 min.Paracas, Ica & Arequipa
J

Jasmin

Travel Bloggerin

In Teil zwei meiner Zeit in Peru war wieder einiges los. Obwohl ich "nur" an drei Orten war, habe ich wieder unglaublich viel erlebt und viele Ausflüge gemacht. Es ging von der Küste in die Wüste und zuletzt in die Stadt …

Paracas

Es ging für uns weiter nach Paracas. Etwa 4 Stunden waren wir unterwegs. Im Hostel in Lima lernten wir eine weitere Person kennen, die nach Paracas wollte, also fuhren wir zu dritt. Die Natur war bereits während der Fahrt überwiegend Wüste. Wir entschieden uns, die 20 Minuten zum Hostel zu laufen, und kamen an einem Tuktuk vorbei, das superlaute Musik spielte. Die Stimmung hier schien gut zu sein. Zoe und ich haben uns hier ein Privatzimmer gebucht, was günstiger war als zwei Betten im Schlafsaal. Wir gingen noch zum Essen aus und für den nächsten Morgen buchten wir eine Tour. Gegen halb 8 sollten wir abgeholt werden.

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Wir haben eine Tour zu den Islas Ballestas gebucht. Diese konnten an dem Tag aber nicht angefahren werden, da der Wellengang wohl zu stark war. Wir fuhren zu anderen Felsen im Meer und sahen als Erstes Hunderte Vögel. Zuerst dachte ich, es seien Pinguine (die soll es hier geben), doch es waren Guanokormorane. Eindeutig keine Pinguine, als wir etwas näher kamen. Bereits auf dem Weg zu den Felsen sahen wir mehrere Seelöwen zwischen den Fischerbooten. Als wir um den Fels herumfuhren, sahen wir einen weiteren auf einem Felsen in der Sonne schlafen und einen auf einen Felsen hinaufklettern. Und dann sah ich einen Humboldt-Pinguin. Er war sehr viel kleiner, als ich es gedacht hatte, aber putzig zu beobachten. Später in Richtung einer Höhle saß ein zweiter im Schatten und tief in der Höhle lagen viele Seelöwen.

Seehund
Pelikane und Reiher
Pelikane im Formationsflug
Guano-Kormorane
Guano-Kormorane
Guano-Kormorane
Humboldt-Pinguin
Humboldt-Pinguin
Höhleneingang
Seelöwe und Kormoran
Seelöwe
Seehund

Wir hielten vor einer Insel mit riesiger Zeichnung im Sand. Der "Kandelaber von Paracas". Die Zeichnung, die aussieht wie ein Kerzenständer, ist 180m lang und 0,5m tief. Die Bedeutung ist bis heute unklar, die Zeit der Entstehung wird jedoch auf ca. 200 v. Chr. datiert.

Kandelaber von Paracas
Kandelaber von Paracas

Es waren ein paar Boote unterwegs, die sich ganz gut verteilten und bis auf eine Situation auch immer viel Abstand zu den Tieren hielten. Nur an ein paar Seelöwen, die auf einer Boje lagen, sind wir sehr nah herangefahren. Es war auch ein anderes Boot da, sodass die Boje mit den Tieren quasi eingekesselt war. Das war nicht so schön. Nach knapp 1 1/2 Stunden war die Tour dann auch leider schon vorbei.

Buntscharbe
Guanotöpel
Buntscharben
Humboldt-Pinguin
Guanotöpel
Seelöwe
Guano-Kormorane
Felsformation
Seelöwe
Seelöwe
Seelöwen auf Boje
Buntscharbe

Bevor dann die zweite Aktivität des Tages anstand, gingen wir in ein Café. Das war süß gemacht und mitten im Zentrum. Generell ist in Paracas wirklich nicht viel los (ist vermutlich auch die Jahreszeit). Das Dorf ist klein und es gibt nur wenige Hostels. Außer den beiden Aktivitäten, die wir dort gemacht haben, kann man wohl nicht so viel mehr hier machen.

Um 12 Uhr holten wir dann aber unseren gemieteten Roller ab. Zoe und ich teilten uns einen und Emma buchte sich auch einen dazu. Direkt am Ort liegt das Paracas Naturreservat. Die Wüste trifft hier auf den Pazifischen Ozean. Man kann hier eine Buggytour machen, dann ist man aber zeitlich eingeschränkt. Wir mieteten also Roller und düsten los. Es gibt verschiedene Aussichtspunkte und wir steuerten den am weitesten entfernten als Erstes an. Die Straßenverhältnisse zu Beginn waren miserabel. Ich saß hinten auf dem Roller und merkte jedes Schlagloch (woraus gefühlt die ganze Straße bestand) bis in den Kopf. Ich war mir sicher, am Ende eine Gehirnerschütterung zu haben, wenn das nun den ganzen Nachmittag so ging. Dabei verging mir kurz der Spaß. Glücklicherweise wurde die Straße etwas besser und irgendwann sogar normal (zumindest immer mal wieder). Wir kamen am ersten Punkt an und hatten einen tollen Blick auf den Pazifik und die Steilküste.

Steilküste Paracas Nationalpark
Paracas Nationalpark
Wüstenlandschaft
Aussichtspunkt Paracas Nationalpark
Aussichtspunkt Paracas Nationalpark
Strand Paracas Nationalpark
Austernfischer
Aussichtspunkt Paracas Nationalpark
Aussichtspunkt Paracas Nationalpark
Steilküste Paracas Nationalpark

Die Fahrt durch die Wüste selbst erinnerte mich an den Film Dune. Wir hielten an mehreren weiteren Aussichtspunkten, unter anderem an einem roten Strand. Man hätte ihn auch braunen Strand nennen können, aber der Sand ist wohl rot. Mir wurde gesagt, dass es nur vier rote Sandstrände auf der Welt gibt. Als ich im Internet recherchierte, hieß es, es gibt keine genaue Zahl, aber mir wurden nur 4 vorgeschlagen … Ich habe also vermutlich 25 % der roten Sandstrände auf dieser Welt gesehen …

Felsformation
Felsformation
Roter Strand
Roter Strand
Straßen Paracas Nationalpark
Straßen Paracas Nationalpark

Zurück zum Hostel bin ich dann mit dem Roller gefahren und im Vergleich kann ich sagen, dass man die Schlaglöcher vorne tatsächlich sehr viel weniger merkt. Das war ein spaßiger Tag! Wir gingen noch essen und ich machte mich dann auf den Weg ins Hostel. Die Mädels hatten noch ein Date und ich nutzte den Fernseher im Privatzimmer und machte es mir mit einer Tüte Chips und einem Film gemütlich.

Roter Strand
Roter Strand

Am nächsten Vormittag verließen wir Paracas dann schon und es ging weiter in den nächsten Ort. Mit dem Uber war es zu dritt günstiger als mit dem Bus und wir mussten unser Gepäck nicht zur und von der Busstation zum Hostel schleppen.

Ica

In Ica buchten wir uns zu dritt ein Privatzimmer. Und wir buchten direkt für den Nachmittag eine Tour. Wir wurden am Hostel abgeholt und es ging in die Oase. Die Hauptattraktion hier. Bevor es aber in die Buggys ging, um durch die Wüste zu fahren, hatten wir eine Stunde Zeit, uns die kleine Oasenstadt anzuschauen. Sie ist überschaubar und einzig für den Tourismus erbaut (die Häuser, der See sei wohl ursprünglich natürlich entstanden, soll heute jedoch künstlich unterstützt werden), und trotzdem ist es mit der Abendsonne wunderschön gewesen. Wir waren umgeben von riesigen Sanddünen und in der Mitte davon diese kleine Oase mit dem See und Palmen.

Oase
Oase
Oase
Sonnenuntergang Wüste
Sonnenuntergang Wüste
Oase

Dann ging aber erst der richtige Spaß los. Wir liefen die Dünen ein Stück nach oben und stiegen in einen Buggy. Nachdem wir angeschnallt wurden, ging es auch schon los. Wir düsten durch die Dünen, es war wie eine Achterbahnfahrt, nur ohne Schienen. Es ging rauf und runter und um die Kurve, und so manches Mal sah man nicht, was als Nächstes kam. Dann hielten wir für den ersten Platz des Sandboardings an. Es sah sehr viel gruseliger aus, als es war. Wir legten uns mit dem Bauch aufs Board und mit dem Gesicht voran fuhren wir die Düne herunter. Das hat Spaß gemacht. Wir liefen die Düne wieder hoch (ging ganz schön in die Beine) und blieben für den Sonnenuntergang dort. Danach ging es eine steilere Düne runter, auf der man auch eine längere Strecke zurücklegte. Ich wurde super schnell und irgendwann wurde der Sand fester. Barfuß bremsen wurde etwas unangenehm, also hielt ich mich einfach fest und hoffte auf das Beste. Ich habe auf jeden Fall ordentlich Strecke zurückgelegt. Und der Sand war überall.

Sand-Buggys
Oase
Ausblick von der Düne
Sonnenuntergang Wüste
Sand-Buggys

Hier warteten wir unten, bis alle, die fahren wollten, unten waren und dann wurden wir eingesammelt. Es ging noch einmal durch die Dünen auf und ab und langsam wurde es dunkler und frischer. Wir hielten ein letztes Mal zum Sandboarden und wow, das war steil! Zusätzlich wurde es auch schwerer zu sehen und ich war am überlegen, ob ich das wirklich machen möchte. Aber da ich immer mal wieder gerne über meinen Schatten springe, fuhr ich hier ebenfalls runter (auch wenn ich wirklich Angst hatte). Glücklicherweise war es gar nicht so schlimm, ich konnte hier sehr viel besser bremsen und tat es auch, denn hier vom Board zu fallen, hätte mich noch einige Meter in die Tiefe rollen lassen.

Wir fuhren zurück zum Startpunkt und der Fahrer bot uns an, uns mit dem Buggy zum Hostel zu bringen. Wir warteten also noch etwas, und bevor er den Platz verließ, fuhren wir im Dunkeln noch ein paar Runden. Dann fuhren wir durch die Nachbarschaft neben den Dünen und parkten den Buggy. Er sagte uns, damit dürfe er nicht aus der Gegend raus. Er fuhr uns dann also mit seinem Privatwagen zurück.

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Diese Tour hat für ungefähr 15€ so viel Spaß gemacht, ich hätte sie glatt nochmal machen können!

Am nächsten Tag schliefen wir aus und hatten einen ganzen Tag herumzukriegen, da unser Bus erst am Abend fuhr. Wir gingen wieder frühstücken und verbrachten dort ein paar Stunden und aßen auch ein Stück Kuchen. Dann schlenderten wir durch Ica. Den Ort selbst fand ich nicht besonders sehenswert. Dann ging es nur noch zum Abendessen und es war Zeit, für den Bus aufzubrechen. Als wir im Hostel ankamen, um unsere Sachen zu holen, waren wir bereits spät dran. Wir mussten direkt einen Uber bestellen, um ein paar Minuten vor Abfahrt da zu sein. Das schien die anderen aber gar nicht zu stressen, denn sie begannen noch, sich die Zähne zu putzen und sich in Ruhe umzuziehen. Unser Uber war da und ich ging bereits runter, damit er nicht ohne uns fährt. Vielleicht bin ich zu deutsch, aber ich war gestresst. Die Uber-Fahrt zur Busstation dauerte etwa 20 Minuten, der Bus sollte in 30 Minuten fahren und die beiden brauchten noch mehrere Minuten, bis sie unten waren. Am Busterminal war dann die Hölle los und wir mussten uns für die Gepäckabgabe anstellen. Nachdem unsere Namen bereits aufgerufen wurden und wir Bescheid gaben, dass wir da sind, nur das Gepäck noch abgeben, warteten sie netterweise ein paar Minuten auf uns.

Dann ging es in den Nachtbus, in dem wir etwa 13 Stunden unterwegs sein sollten. Letztendlich kamen wir nach über 15 Stunden in Arequipa an.

Arequipa

Arequipa ist einer meiner liebsten Orte in Peru. Ich habe mich direkt in die Stadt verliebt. Die letzten Tage waren ein ständiger Ortswechsel und ich war schneller unterwegs als geplant. Ich wollte gerne mindestens 3 Nächte hierbleiben, um einfach irgendwo anzukommen. Die anderen beiden wollten erstmal nur zwei Nächte buchen und schauen.

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Als wir ankamen, war es superwarm. Nachdem wir geduscht und Zähne geputzt hatten, gingen wir raus, um Mittag zu essen. Recht schnell bemerkten wir, es ist sehr viel kälter als noch vor einer Stunde. Die Häuser warfen Schatten auf die Straßen und der Wind fegte hindurch. Ich fror. Wir gingen in ein Restaurant mit einem typischen Menú del Día. Für meistens 15 Soles bekommt man eine Suppe als Vorspeise, ein Hauptgericht, einen kleinen Nachtisch und ein Getränk. Das alles für knapp unter 4€. Wir liefen danach noch etwas durch die Stadt und wollten uns dann was Wärmeres anziehen und den Sonnenuntergang anschauen.

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Wir hatten 40 Minuten, bis die Sonne unterging, und der Weg zum Aussichtspunkt war fast 30 Minuten lang. Da die beiden anderen vorher noch einen Umweg zu einer Brücke machen wollten, teilten wir uns auf. Ich nahm den kürzesten Weg zum Aussichtspunkt und kam rechtzeitig an. Der Ausblick über die Stadt war toll, die Vulkane und Berge wurden golden angeleuchtet. Bereits im Hostel traf ich eine Bekannte wieder, die ich in El Salvador kennengelernt hatte. Danach waren wir zusammen in Nicaragua und zur selben Zeit in Puerto Viejo am Volunteeren. Für sie ging es aber schon früher weiter. Ich traf sie zufällig oben am Aussichtspunkt und lernte direkt noch ein paar andere kennen.

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Am nächsten Tag ging es an die Planung. Die zwei anderen wollten am nächsten Morgen eine Tour machen (Start 3 Uhr morgens) und von dort weiter in den nächsten Ort. Ich merkte sehr schnell, dass ich mich überhaupt nicht danach fühle, nach 1 1/2 Nächten schon weiterzureisen, also blieb ich länger in Arequipa. Wir nahmen an einer Free-Walking-Tour teil und lernten einiges über die Stadt und den spanischen Einfluss hier. Dann ging es in ein Geschäft, bei dem wir Frauen bei der traditionellen Arbeit mit Alpakawolle zuschauen konnten. Es gab eine Ausstellung zum Prozess und dann leider auch ein Gehege mit Tieren. Wie ihr vielleicht bereits bemerkt habt, bin ich kein Fan von eingesperrten Tieren, vor allem nicht zum Entertainment von Menschen. Hier waren also fast 15 Lamas und Alpakas in einem kleinen Gehege und die Touristen durften sie füttern. Ich hatte kein Interesse daran. Ich fragte mich, ob sie wohl nur für den Tag dort sind und dann woanders untergebracht werden. Ich fragte also, ob es immer die gleichen Tiere sind, und der Guide sagte "Nein, nein, die werden alle 6 Monate ausgetauscht …“. Ansonsten war die Tour toll und unser Guide super. Wir probierten danach ein weiteres veganes Restaurant aus und hatten ein Menú del día.

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Die Tage darauf war ich viel mit Carina unterwegs. Wir machten eine Tour zur Ruta del Sillar. Die Ruta del Sillar ist ein historischer Steinbruch, in dem weißes Vulkangestein namens "Sillar" abgebaut wird. Dort werden Blöcke des Gesteins hergestellt, die überall in der Stadt verbaut sind, weshalb die Stadt Arequipa unter anderem die "weiße Stadt" genannt wird. Es gibt hier aber auch ganz viele Figuren, die aus diesem Stein hergestellt wurden.

Figuren aus Sillar
Figuren aus Sillar
Figuren aus Sillar
Blöcke aus Sillar
Figuren aus Sillar
Kunst aus Sillar
Figuren aus Sillar
Greifvogel
Greifvogel
Symbole im Canyon
Ausblick vom Canyon
Figuren aus Sillar

Danach ging es weiter in einen kleinen Canyon. Früher lief hier Wasser durch, heute läuft es wohl woanders lang, sodass man dort spazieren kann. Es war ganz spannend zu sehen, aber etwas zu voll. Außerdem gab es sehr viele kleine Fliegen, von denen ich gebissen wurde. Ich hatte vorher Moskitospray aufgetragen, aber scheinbar nicht gut genug um den Knöchel. Dementsprechend sah der Bereich danach aus … Am Ende der Tour sahen wir einige alte, in die Steine geritzte Symbole.

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Carina und ich liefen danach zu einem veganen Restaurant, das uns empfohlen wurde, und es war so gut und das Tagesmenü bot so viel leckere Auswahl, dass wir noch zweimal mehr herkamen. Die Stadt war toll für eine tierfreie Ernährung, es gab jede Menge Auswahl.

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Nach einem Tag Entspannung machte ich dann die Canyontour, zu der meine anderen Mitreisenden vor ein paar Tagen aufgebrochen waren. Um 02:35 Uhr klingelte mein Wecker, um kurz nach drei wurde ich dann abgeholt. Drei Stunden waren wir im viel zu kalten Bus unterwegs, bis wir am Frühstücksort ankamen. Dort habe ich einen warmen Quinoasaft probiert. Der Geschmack war interessant und etwas ungewöhnlich, aber lecker. Dann ging es weiter zum ersten Aussichtspunkt des Colca Canyons. Auf dem Weg dorthin sahen wir eine Bergviscacha. Eine Mischung aus Chinchilla und Hase. Super süß!

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Man kann im Colca Canyon auch eine mehrtägige Wanderung machen, das reizte mich aber gar nicht, weshalb ich mich für die Tagestour entschied. Der Colca Canyon ist der zweittiefste Canyon der Welt. Vom ersten Aussichtspunkt hatte man bereits einen tollen Blick in den Canyon. Und auf dem Weg zum zweiten Aussichtspunkt sahen wir dann den ersten Kondor. Kondore sind die größten flugfähigen Vögel mit einer Körperlänge von bis zu 130cm und einer Flügelspannweite von bis zu 330cm. Er wiegt zwischen 9kg und 15kg. Erst als auch welche näher flogen, war zu erkennen, wie beeindruckend und groß sie tatsächlich sind. Vom nächsten Punkt hatte man dann einen noch besseren Blick auf die Kondore und den Canyon.

Bergviscacha
Colca Canyon
Colca Canyon
Kondor
Bussard
Kondor
Bergviscacha

Auf dem weiteren Weg hielten wir an einem Punkt mit Blick auf verschiedene Terrassen, die teils zum Anbau von Lebensmitteln verwendet werden. Dort probierte ich dann zum ersten Mal Kaktus. Es war sehr sauer.

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Und bevor es dann zum Mittagessen ging, hielten wir an heißen Quellen. Hier konnte man, wenn man baden wollte, Eintritt zahlen und die heißen Quellen nutzen. Es war super angenehm, aber ich merkte bei der Höhe und der dünnen Luft und der Temperatur schnell, dass mein Kopf damit nicht so gut klarkam. Ich musste also regelmäßig aus dem Wasser.

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Beim letzten Stopp der Tour hielten wir an einem Aussichtspunkt auf 4.910 m Höhe. Man konnte umliegende Vulkane sehen und Bergviscachas. Auf der Fahrt zurück sah ich Lamas, Alpakas und zum ersten Mal Vikunjas. Um 17:30 Uhr kam ich müde wieder im Hostel an.

Bergviscacha
Ausblick auf 4.910 m
Kaktus
Vikunjas
Vikunjas
Bergviscacha

An meinem letzten Tag in Arequipa hatte ich eine weitere Tour gebucht, zur Laguna de Salinas y Aguada Blanca. Um kurz nach 6 Uhr wurde ich abgeholt. Vor dem Frühstück hielten wir kurz für den Blick auf Berge und einen Vulkan. Davor gab es eine große, saftig grüne Wiese. Außerdem stoppten wir an einer kleinen katholischen Kirche.

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Dann ging es aber zum ersten richtigen Stopp. Ein See, teilweise mit Salzboden. Das Wasser war ganz still und die Berge spiegelten sich darin. In der Ferne standen Flamingos im Wasser. Leider etwas zu weit weg. Es war trotzdem wunderschön.

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Dann sollte es weiter zu Lamas und Alpakas gehen. Wir fuhren an all den frei herumlaufenden Tieren vorbei und hielten (mal wieder) an einem viel zu überfüllten Gehege, wo du die Tiere füttern und streicheln kannst. Ich ging direkt in die andere Richtung, in der ich Vinkunjas in der Ferne entdeckte. Ich beobachtete sie eine Weile und machte ein paar tolle Fotos von ihnen beim Grasen. Ich habe gelernt, dass Lamas und Alpakas domestiziert sind, Vinkunjas dürfen in Peru nicht in Gefangenschaft gehalten werden. Trotzdem gab es ja sehr viele Lamas und Alpakas, die sich in der Gegend frei zum Grasen bewegen konnten.

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Dann ging es aber zu meinem absoluten Highlight: einem großen See, teils mit Wasser und teils mit ganz viel Salzboden, umgeben von Bergen und einem Vulkan. Dort liefen Alpakas, Lamas und Vinkunjas umher und im Wasser waren ganz viele Flamingos. Wir hatten hier nur 25 Minuten Zeit, ich und ein paar andere nahmen uns aber 10 Minuten mehr, um den schönen Ort noch etwas länger genießen zu können. Diese Art von Natur hatte ich vorher noch nicht gesehen und ich konnte mich daran gar nicht sattsehen, so wunderschön war es.

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Am Abend nahm ich dann aber mit Carina einen Nachtbus nach Cusco, dazu dann aber im nächsten Blog mehr.

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Letztendlich war ich dann 5 Nächte in Arequipa und ich habe so viel von der Stadt, aber auch der Umgebung kennenlernen dürfen, ich hätte gut noch länger bleiben können. Ich bin froh mir, die Zeit für diese wunderschöne Stadt genommen zu haben, freue mich aber auch sehr auf Cusco und alles was noch kommt. Ich habe gelernt, dass es toll ist, mit anderen unterwegs zu sein, es aber auch anstrengend sein kann, wenn der Reisestil nicht gut zueinanderpasst... Bis zum nächsten Mal Jasmin