Puerto Viejo & Umgebung
Erfahrung

Puerto Viejo & Umgebung

April 20269 minPuerto Viejo
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Jasmin

Travel Bloggerin

Der zweite Teil meiner Zeit in Costa Rica. Die letzten zwei Wochen hat es vermehrt geregnet. Manchmal nur kurz, manchmal mehrere Stunden lang. Warm war es trotzdem immer. In meiner Zeit in Costa Rica tankte ich neue Energie und entschied, von wo und wann ich nach Hause fliege (ich kann verraten, dass noch ein paar Länder geplant sind, der Flug aber schon gebucht ist). Lies mehr über meine weiteren Erkundungen in der Umgebung Puerto Viejos und meine Gedanken zu meiner Zeit hier. Auch dieser Blog ist wieder etwas anders unterteilt, da mein Alltag weiterhin recht routiniert war. Beginnen wir mit einem wunderschönen Strand.

Besuch eines Faultiers im Hostel
Besuch eines Faultiers im Hostel
Besuch eines Agutis im Yogaunterricht
Besuch eines Agutis im Yogaunterricht

Punta Uva

Meinen Lieblingsstrand entdeckte ich etwa in meiner zweiten Woche. Mir wurde gesagt, dass ich dort gut schnorcheln könne. Mit dem Rad ging es also eine halbe Stunde Richtung Süden. Die Straßen sind super zum Radfahren und es ist toll, zwischen den riesigen Bäumen hindurchzufahren. Jedes Mal, wenn ich nach Punta Uva gefahren bin, habe ich irgendwo auf dem Weg Affen gesichtet. Der Strand hat wunderschönes, türkisfarbenes Wasser, weißen Sand und im Kontrast den Dschungel direkt nebenan in dunklen, saftigen Grüntönen. Mein erster Schnorchelversuch war erfolglos. Als ich jedoch ein Stück weiter spazierte und es zwischen den Felsen probierte, sah ich eine vielfältige Unterwasserwelt. Bunte Fische und Korallen erwarteten mich. Kurz nachdem ich etwas umherschwamm, sah ich einen Kugelfisch (nicht aufgepustet), der mir unglaublich groß vorkam (vielleicht sind sie immer so groß). Ich ließ mich treiben und beobachtete die Fische unter mir und bemerkte erst nach einer Weile, dass auch ich beobachtet wurde. Etwa einen Meter vor mir, direkt unter der Wasseroberfläche, schwamm ein Flötenfisch und beobachtete mich. Dann jedoch entdeckte ich mein absolutes Highlight. Zuerst dachte ich, es handelt sich um Algen. Dann sah ich aber, dass es ein Babyoktopus war, der sich langsam mit den Wellen auf einen Stein in ein kleines Loch bewegte. Dort schaute er mich einfach an, während ich ihn fasziniert beobachtete. Ich hatte einen guten Tag erwischt. Das Wasser war ruhig und ich konnte viele Tiere sehen.

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Ich kam zwei weitere Male wieder. Beim zweiten Mal war es etwas windig und es hatte morgens geregnet. Unter Wasser sahen wir überwiegend umhergewirbelten Sand. Beim dritten Mal hatten wir wieder mehr Glück und wir konnten die Fische beobachten. Ich bin so fasziniert von dieser Region. An Land laufe ich umher und entdecke so viele Tiere, und dann gehe ich schnorcheln und sehe eine weitere super diverse Tierwelt unter Wasser.

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Osterwoche & Yoga

Die Osterwoche war für mich persönlich die anstrengendste Zeit hier. Die Semana Santa wird gefeiert und viele haben die ganze Woche frei. Der Ort ist überlaufen, an den Stränden musste man sich irgendwie einen Platz zwischen all den Menschen suchen und die Straßen waren voller Stau. Mir war der Trubel etwas zu viel und ich versuchte, Orte zu finden, an denen weniger los war. Playa Negra war einer dieser Orte. Der Strandabschnitt an der Straße war ziemlich voll. Ging man jedoch etwas weiter, waren kaum noch Menschen dort und ich hatte einen kleinen Strandabschnitt ganz für mich.

Playa Negra
Playa Negra

Ich habe hier in Costa Rica das erste Mal außerhalb meiner Yogalehrerausbildung Yoga unterrichtet. Ich war nervös, hatte aber eine tolle Zeit beim Unterrichten. Es war ein Schritt aus der Komfortzone, aber es hat sich gelohnt. Ich unterrichtete noch zwei weitere Male und es fiel mir jedes Mal leichter. Während des letzten Unterrichts besuchte uns ein Aguti. Das sonst so scheue Tier verbrachte viel Zeit in unserer Nähe und beobachtete uns. Später kam es sogar zu uns in die Yogashala, das war ganz besonders.

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Cahuita Nationalpark

An einem Freitag besuchte ich mit meiner Mitbewohnerin den Cahuita Nationalpark. Was für ein wunderschöner Ort. Wir schlenderten umher und entdeckten Affen, Schmetterlinge, Vögel und ein Faultier. Wir ließen uns im ersten Teil (dem Dschungelteil) viel Zeit. Als wir am ersten Strand ankamen, gingen wir baden und genossen das gute Wetter und die Abkühlung. Kurz darauf kamen wir zu einem Schild, auf dem die Entfernungen stehen, und erst da wurde uns bewusst, wie lang die Strecke tatsächlich ist. 8,3 km. Allein für die ersten 2 1/2km haben wir zwei Stunden gebraucht, weil wir uns einfach haben treiben lassen, stehenblieben, um den Brüllaffen zuzuhören, oder die Affen zu beobachten. Ab da waren wir also etwas schneller unterwegs. Wir kamen an weiteren Traumstränden vorbei, an einem Gebiet, in dem Krokodile leben sollen (wir konnten keine sehen) und liefen entlang des Meeres. Als es dann wieder in den Dschungel ging, waren da wieder Affen, diesmal aber sehr viel näher. Während wir sie beim Spielen beobachteten, kam immer mal wieder einer näher. Einer setzte sich sogar direkt neben uns. Ich habe vorher gehört, dass sie Menschen attackieren, wenn diese Essen aus der Tasche holen. Da unser Essen gut in Dosen im Rucksack verstaut war, wollten sie nicht an unseren Rucksack.

Weißschulter-Kapuzineraffe
Pfad im Cahuita Nationalpark
Strand Cahuita Nationalpark
Achtung Krokodile
Strand Cahuita Nationalpark
Seevögel
Strand Cahuita Nationalpark
Strand Cahuita Nationalpark
Weißschulter-Kapuzineraffen
Weißschulter-Kapuzineraffe

Und während wir die Affen hier weiter bewunderten, kamen unter dem Baum plötzlich zwei Waschbären daherspaziert. Wir gingen weiter und trafen sie bei den Resten einer Kokosnuss wieder, die sie gerade am Essen waren. Der restliche Weg zurück war auch wunderschön und wir sahen immer mal wieder Affen, wir waren aber auch beide erledigt von der Sonne. Abends mussten wir beide noch arbeiten, weshalb wir nach dem Parkbesuch nur ein paar Snacks besorgten und den nächsten Bus zurücknahmen. 6 Stunden waren wir im Park.

Waschbären
Weißschulter-Kapuzineraffe
Waschbär
Stirnlappenbasilisk
Ausblick Pfad Cahuita
Achtung Krokodile
Schild Cahuita Nationalpark
Waschbären

"Monkey Beach"

Ob an freien Tagen oder auch vor meinen Schichten: Etwa vier Minuten zu Fuß entfernt ist ein kleiner Strand, an dem man nicht groß schwimmen kann, aber man ganz wunderbar im knie- bis hüfthohen, türkisfarbenen Wasser treiben kann. Der Abschnitt ist wie ein natürlicher Pool. Felsen trennen den Bereich vom offenen Meer, sodass hinter diesen die Wellen toben, vor den Felsen das Wasser jedoch ziemlich ruhig ist. Und dazu super klar. Da es nicht zu tief ist, konnte ich hier immer die Fische beobachten, ohne meine Taucherbrille mitzunehmen. Einige Fische kommen interessiert ganz nahe. Aber auch der Strand selbst mit dem weißen Sand, den dichten grünen Bäumen und den Palmen ist wunderschön. Ich kam immer gerne hierher zum Baden, Lesen oder Journalschreiben. Für mich war es seit Tag 1 der "Monkey Beach", da ich hier bei meiner ersten Entdeckungstour Affen sah. Ich ging davon aus, dass sie immer dort sind. Tatsächlich waren sie dann aber lange nicht mehr da. Bis zu meinem letzten Strandbesuch, um genau zu sein. Denn da kletterten wieder ganz viele Affen in den Bäumen an besagtem Strand, als würden sie sich nochmal verabschieden wollen. Bei einem meiner letzten Besuche entdeckte ich hier auch ein Faultier.

Ausblick vom Wasser "Monkey Beach"
"Monkey Beach"
Schwefelmaskentyrann
neugierige Fische
Schläfenfleckspecht
Faultier am "Monkey Beach"
Ausblick vom Wasser "Monkey Beach"

Alles in allem kann ich sagen, dass mir Costa Rica auf meiner bisherigen Reise am besten gefallen hat. Von der Natur, bis hin zu all den Tieren. Wie häufig ich Affen begegnete oder Papageien über mir flogen, wenn ich mit dem Rad unterwegs war. Oder die vielen Krebse, die alle gleichzeitig in ihre Häuser verschwanden auf meinem beinahe täglichen Weg zum Strand. Ich konnte mir so viel Zeit lassen, alles zu entdecken. Während meiner Zeit hier wurde ich aber auch krank. Was es ausgelöst hat, ist nicht ganz klar, aber ich lag einen Tag komplett flach. Zum Glück fühlte ich mich am folgenden Tag schon besser. Körperlich war ich noch erschöpft, aber es war schön, nicht mehr ans Bett gebunden zu sein. Außerdem bin ich unglaublich dankbar für die Unterstützung, die ich während der Zeit, in der es mir so schlecht ging, von den lieben Menschen um mich herum erhielt.

Ausblick vom "Monkey Beach"
Würgefeigenbaum
Basilisk
Weißschulter-Kapuzineraffe
Felsen unter Wasser am "Monkey Beach"
"Monkey Beach"
Unsere Räder in Punta Uva
Weißschulter-Kapuzineraffe
Cahuita Nationalpark
Faultiersichtung auf dem Weg zum Strand
Faultiersichtung auf dem Weg zum Strand
Cahuita Nationalpark
Ausblick vom "Monkey Beach"

Es gibt noch sehr viel mehr in diesem wunderschönen Land zu entdecken, und ich freue mich schon jetzt auf die Zeit, in der ich auch den Rest des Landes erkunden werde. Der Abschied im Hostel fiel mir schwer, ich freue mich aber auch, mit Energie ins nächste Land zu starten. Pura Vida Jasmin

Pflanze auf dem Weg zum Strand
Anolis während der Häutung
Anolis während der Häutung
Abzweigung Punta Uva
Cahuita Nationalpark
Cahuita Nationalpark
Fischertukan
Pflanze auf dem Weg zum Strand