Von El Salvadors Küste bis zum nächsten Vulkan
Erfahrung

Von El Salvadors Küste bis zum nächsten Vulkan

Februar 20266 minEl Tunco, San Salvador, La Union
J

Jasmin

Travel Bloggerin

Ich war mir nicht sicher, ob ich überhaupt einen Strand in El Salvador besuchen wollte und dann blieb ich länger als gedacht. Ein weiterer Ort der zweiten Woche war ursprünglich gar nicht eingeplant, wurde dann aber zum nächsten spontanen Stopp, bevor es weiterging: raus aus der Stadt, rauf in die Natur, zum Campen auf einem Vulkan bei La Unión. Erfahre mehr über meine zweite Woche in El Salvador.

Am Montag ging es dann zum Meer. Zwei Nächte habe ich in der Nähe des Surferstrands El Tunco gebucht, vier Nächte bin ich geblieben. Der Weg dorthin war abenteuerlich … Ich habe mich mit einer aus meinem Hostel zusammengetan und wir wollten die Local-Busse nehmen. Der Bus in den Ort, in dem wir umsteigen müssen (Sonsonate) fährt etwa alle 20 Minuten. Der Anschlussbus jedoch nur zwei Mal am Tag: um 6 Uhr morgens und um 15:30 Uhr. Wir entschieden uns für den frühen, in der Hoffnung, es ist leerer als am Nachmittag, und damit wir den Tag bereits am Strand verbringen können. Wir starteten also morgens um 04:45 Uhr in Juayua und als wir in Sonsonate ankamen, stand vor dem Bus nach El Tunco bereits eine unglaublich lange Schlange. Als wir dran waren, war der Bus eigentlich schon komplett voll, aber irgendwie haben sie noch alle anderen mit hereinbekommen. Etwa zwei Stunden standen wir wirklich eng, es stiegen immer mal wieder einzelne Leute aus oder dazu. Es war eine Erfahrung und auch sehr günstig (für alle Fahrten insgesamt nur 1,50$), aber im Nachhinein hätte ich doch auch 20$ für den Shuttle ausgegeben. Um 8 Uhr morgens kam ich dann schon im Hostel an und wurde sehr herzlich empfangen. Ich legte meinen Rucksack ab und ging direkt zum Strand, der nur einen Block entfernt war.

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Es war so schön, mal wieder am Meer zu sein und schwimmen zu gehen. Ich war für eine Stunde komplett alleine an diesem wunderschönen, weiten Strand, dann wurde es mir aber auch bald zu warm. Wir hatten die ganzen Tage bis zu 32 Grad und am Strand gab es keinen Schatten. Zum Glück hatte das Hostel einen Pool und Hängematten, um dort im Schatten zu entspannen. Und genau das war auch mein Plan: einfach zu entspannen. Das fiel mir überhaupt nicht leicht, weil ich wusste, dass der komplizierteste Teil der Planung noch vor mir lag. Und da es im Hostel so schön war, alle so unglaublich nett waren und ich es genoss, am Strand zu sein, verlängerte ich um eine Nacht, um die Planung noch weiter herauszuschieben.

Die Hostelhunde
Surfboards des Hostels
Ein paar Ergebnisse der Art Night
Halsbandarassari
Die Hostelhunde

Am Mittwoch nahm ich dann an einem Surfkurs teil. Anfangs bin ich ständig gefallen, aber irgendwann hatte ich den Dreh raus. Ich hatte jede Menge Spaß, war aber auch erschöpft, denn die Wellen wurden immer größer, und um zurück ins tiefere Wasser zu paddeln, musste ich mit dem großen Board durch die Wellen. Nicht selten wurde ich vom Board gespült und als ich wieder auftauchte, kam direkt die nächste große Welle. Dass ich auch bei etwas größeren Wellen stehen konnte, hat mich auf jeden Fall gefreut. Am nächsten Tag tat mein Körper dann aber auch ordentlich weh. Ich besuchte den Hauptort El Tunco für den Sonnenuntergang und an einem anderen Tag zum Schlendern, genoss danach aber auch wieder die Zeit am ruhigeren Strand.

Sonnenuntergang in El Tunco
Sonnenuntergang in El Tunco
Sonnenuntergang El Tunco
Sonnenuntergang El Tunco
Sonnenuntergang Playa El Cocal
Sonnenuntergang Playa El Cocal
Sonnenuntergang Playa El Cocal
Sonnenuntergang Playa El Cocal

Am gleichen Tag traf ich dann jemanden, der in die gleiche Richtung reisen wollte wie ich. Sie hatte einen Zwischenstopp in der Hauptstadt San Salvador geplant, um den langen Weg nach La Unión zu entzerren. Da schloss ich mich an und nachdem ich eine weitere Nacht verlängert hatte, ging es für uns nach San Salvador. Um dorthin zu kommen, standen wir nicht mal 5 Minuten am Straßenrand, dann kam der Bus vorbei. Keine Stunde später waren wir in der Stadt, brachten unsere Sachen ins Hostel und liefen 25 Minuten in das historische Zentrum. Wir haben auf dem Weg dorthin keine anderen Touristen gesehen, und so viele Menschen haben uns in El Salvador willkommen geheißen und uns einen glücklichen Tag gewünscht. Das Zentrum selbst ist überschaubar. Wir besuchten die Nationalbibliothek, die von China geschenkt wurde. Es gab 5 Etagen, jede Menge Bücher, Lernräume, Bereiche, um Videospiele zu spielen und ein Restaurant.

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Danach liefen wir etwas umher und wollten uns das Nationaltheater von außen angucken, als uns jemand ansprach, dass dort gleich eine Tanzaufführung stattfindet, die kostenlos ist. Das ließen wir uns natürlich nicht entgehen und so sahen wir das wunderschöne Theater von innen und eine Contemporary-Dance Aufführung.

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Da wir den Besuch dort nicht eingeplant hatten, liefen wir danach schnellen Schrittes 20 Minuten zu einem vegetarischen Restaurant, das wir vorher herausgesucht hatten, das aber schon um 16 Uhr schließt. Um 15:43 Uhr waren wir da und es war geschlossen … Also liefen wir die 20 Minuten zurück zu einem anderen Restaurant. Das fanden wir nicht direkt und uns fragte sofort jemand, ob wir Hilfe bräuchten. Er zeigte, wo wir hin müssen und scheinbar hat jemand anderes es mitbekommen, denn der Mann lief vor und blieb vor der Tür des Restaurants stehen, um uns den Eingang zu zeigen. Die Gastfreundlichkeit und Hilfsbereitschaft haben uns noch wohler fühlen lassen.

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Nach dem Essen ging es in den Nationalpalast. Ich habe nichts erwartet und vorher keine Bilder gesehen und er war einfach unglaublich schön! Wir bekamen eine Tour und uns wurden viele Fragen beantwortet. Einige Wände wurden restauriert und man kann sehr gut vergleichen, wie es heute aussieht und wie es damals ausgesehen hat. Früher wurde er als Regierungsgebäude genutzt, heute ist er ein Museum im Herzen San Salvadors.

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Die Hitze an dem Tag hat uns zu schaffen gemacht und nach einem weiteren Spaziergang durch die Stadt im Dunkeln, ging es ins Hostel duschen und früh schlafen, damit wir am nächsten Tag zu unserem eigentlichen Ziel können: Vulkan Conchagua.

Nationalbibliothek
Nationalpalast
Kirche El Calvario
Nationalpalast
Nationalbibliothek

5 Stunden dauerte die Busfahrt nach La Union, und als wir ankamen, hatten wir bereits 35 Grad. Die Fahrt war lang und warm. Im Pupusa-Restaurant liefen die Ventilatoren auf Hochtouren und trotzdem war es noch viel zu warm. Wir mochten uns gar nicht bewegen, aber um 15 Uhr sollte unser Shuttle zum Vulkan fahren. Eine Stunde die holprigen Straßen hoch und wir waren endlich da! Hier oben sollten wir für die Nacht campen. Man hat einen Blick auf El Salvador, Honduras, Nicaragua (Nicaragua hat sich etwas hinter dem Nebel versteckt) und die Inseln in der Bucht. Wir bezogen unser Zelt für die Nacht und schauten den Sonnenuntergang von einem anderen Platz aus an. Der Sonnenaufgang soll hier so besonders sein und dafür sind wir gekommen. Abends war es noch bewölkt und die Nacht über windig. Als wir morgens aufstanden, waren die Sterne und ein Teil der Milchstraße zu sehen, dann ging die Sonne auf. Für den Ausblick allein hat sich das alles gelohnt.

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Wir packten unsere Sachen zusammen und um 9 Uhr ging es wieder runter. Unsere Wege trennten sich mittags, weil sie den Bus durch Honduras nach Nicaragua genommen hat. Ich blieb für eine Nacht in La Union, um am nächsten Morgen mit dem Boot nach Nicaragua zu fahren.

Wie das lief, lest ihr dann im ersten Blog zu Nicaragua. Ich bin unglaublich Dankbar für die schöne Zeit, die ich in El Salvador verbringen und die netten Gespräche, die ich mit den Locals führen durfte. Bis zum nächsten Mal Jasmin

Nationaltheater
Nationaltheater
Basilika Sagrado Corazón de Jesús
Denkmal
Metropolitankathedrale
Kirche El Calvario
Wasserspiel im Dunkeln
Druchgang zum Campingbereich
Monumento a los Próceres
Nationalbibliothek
Metropolitankathedrale
Nationaltheater
Playa El Cocal
Gebäude San Salvador
Nationalpalast
Nationalpalast
Nationalpalast
Nationalpalast
Playa El Cocal