Wüste, Kaffee & Großstädte Kolumbiens
Abenteuer

Wüste, Kaffee & Großstädte Kolumbiens

Mai 202615 min.Bogotá, Tatacoa, Salento & Medellín
J

Jasmin

Travel Bloggerin

Teil zwei meiner Zeit in Kolumbien und es war einiges los. In Bogotá ging es mir nicht so gut und ich hatte auch emotional einen Durchhänger. Es wurde aber immer besser und ich habe noch so viele tolle Sachen erleben und tolle Menschen kennenlernen dürfen.

Bogotá

Gegen Mittag kam ich in Bogotá an. Ich überlegte mir, ein Uber zum Hostel zu nehmen, die Strecke war aber recht lang und alleine auch teuer. Ich sah, dass es einen Bus vom Flughafen direkt in den Stadtteil meines Hostels gab. Ich dachte also, was kann schon schiefgehen, und nahm den sehr viel günstigeren Bus. Die Fahrt war angenehm, ich stellte aber recht schnell fest, dass wir nicht die Route fuhren, die Google Maps mir zeigte. Irgendwann fragte ich den Busfahrer, ob er mir Bescheid sagen kann, wenn wir an meiner Station sind, und er sagte, wir sind gleich in der Nähe und da müsste ich dann raus. Beim Einsteigen habe ich extra gefragt, ob wir dort halten, und er hat es bejaht. Ich bin also woanders ausgestiegen. Der Mann vor mir sagte mir vorm Aussteigen noch, dass ich mein Handy lieber nicht draußen haben sollte. Leichter gesagt, als getan, wenn man den Weg wissen muss. Ich versuchte mir also vor dem Aussteigen den Weg zu merken, wurde aber noch früher herausgelassen als gedacht. Ich lief also ein Stück geradeaus, bis ich schätzungsweise an dem Punkt war, wo ich eigentlich raus sollte, und musste tatsächlich zweimal das Handy herausholen und kurz schauen, wo ich bin, da ich mich sonst vermutlich verlaufen hätte. Beim ersten Mal "versteckte" ich das Handy hinter einem Auto, das nächste Mal schaute ich im Rucksack auf die Karte. Irgendwie fühlte es sich etwas übertrieben an. Da mir der Local aber mehrfach gesagt hat, dass es lieber in der Tasche sein sollte, weil Handys hier viel geklaut werden, war ich lieber vorsichtig. Ohne Probleme kam ich dann in meinem schönen, bunten Hostel an.

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Von der Nachbarschaft war ich überrascht, denn die Häuser sahen irgendwie britisch aus. Während des Spaziergangs zum Hostel bemerkte ich einen Kopfschmerz, den ich so noch nicht kannte. Später las ich, es könnte an der Höhe liegen. Es waren zwar "nur" 2600 Meter, da ich aber mit dem Flugzeug ankam und nicht mit dem Bus, war es ein recht plötzlicher Höhenunterschied. Ich hatte nur eine Nacht in Bogotá geplant, um am nächsten Tag von hier aus weiterzufahren. Ich merkte aber, dass ich gut einen Tag länger bräuchte, und das Hostel gefiel mir sehr gut. Für das geplante Ziel hatte ich sowieso noch niemanden gefunden, und so verlängerte ich eine Nacht. Der nächste Tag war sehr entspannt. Die Höhe verursachte weiter Kopfschmerzen und ich war unglaublich müde. Beim Frühstück wurde ich gefragt, ob ich mit durch die Stadt möchte, ich entschied mich aber dagegen. Ich verbrachte den Tag mit Lesen, Schreiben, Kochen, Schlafen und ins Café gehen. An diesem Tag traf ich Marlene und Iza, die sich entschieden, mit in die Wüste zu kommen. Am Abend nahm ich noch am Salsa Kurs teil und dann ging es in den Ort, weswegen ich überhaupt nach Bogotá geflogen bin.

Nachbarschaft Bogotá
Nachbarschaft Bogotá
Café & Buchladen
Café & Buchladen
Nachbarschaft Bogotá

Tatacoa Desert

Wir nahmen einen Bus nach Neiva. Recht schnell habe ich gelernt, dass die kolumbianische Uhr etwas anders tickt. Nachdem wir nach einer Stunde am Stadtrand von Bogotá ankamen, machten wir bereits 30 Minuten Pause. Dementsprechend zog sich die ganze Busfahrt. Nach etwa sechs Stunden waren wir in Neiva und bekamen den letzten Bus nach Villavieja. Die Fahrt ging nochmal eine Stunde und wir sahen einen wunderschönen Sonnenuntergang. Um den Tatacoa Desert zu besuchen, kann man in Villavieja bleiben. Wir wollten aber direkt in der Wüste übernachten, weshalb wir noch für 30 Minuten ein Tuktuk zum Hostel nahmen. Um 8 Uhr morgens haben wir das Hostel verlassen und um 19 Uhr kamen wir an, das war ein langer Tag. Bevor es schlafen ging, konnten wir unglaublich viele Sterne sehen.

Rubintyrann
Rubintyrann
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Am nächsten Morgen erkundeten wir als Erstes die graue Wüste. Wobei uns bei unserer Ankunft direkt gesagt wurde, dass der Tatacoa Desert gar keine Wüste ist, sondern ein Trockenwald. Wir liefen also etwa 30 Minuten bis zum Eingang der grauen Wüste, bezahlten Eintritt und folgten dem Weg. Bereits auf dem Weg zum Eingang gab es einiges zu sehen.

Rubintyrann
Safranfink
Gila-Specht
Brillensperlingspapagei
Weg zur grauen Wüste
Rubintyrann
Rubintyrann
Rubintyrann

Der Pfeil zu Beginn des Pfades zeigte ganz eindeutig in eine Richtung, auf der der erkennbare Weg recht bald aufhörte und wir teils kletterten und nicht weiterkamen. Nach 15 Minuten gaben wir auf und liefen zurück und fragten nach dem Weg. Wir hätten abbiegen und die Treppe nehmen sollen. Danach war der Weg einfach zu bestreiten und die Natur unglaublich faszinierend. Außer uns war niemand dort. Wir ließen uns Zeit und machten Fotos. Am Ende kamen wir an einem Pool an, wo man für einen Aufpreis hätte baden können. Wir entschieden uns aber, zum Mittagessen zu gehen. Das Essen war sehr lecker und die Limonade, die es dazu gab, hat soo gut geschmeckt.

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Wir ruhten uns für eine Stunde im Hostel aus, bevor es in die rote Wüste ging. Hierfür bestellten wir uns ein Tuktuk, da die rote Wüste zu Fuß weiter entfernt liegt. Als wir da waren, erinnerte sie mich direkt an den Bryce Canyon in den Staaten. Wir gingen runter und folgten dem Weg, und irgendwann verliefen wir uns. Wir kletterten auf einen Berg, um einen möglichen Weg zu finden, und die Sonne ging schon fast unter. Letztendlich kletterten wir unter einem Zaun durch und einen Hügel hinunter und folgten dem Weg, den wir von oben gesehen hatten. 10 Minuten nach Sonnenuntergang waren wir dann glücklicherweise zurück. Wir hatten hier auf jeden Fall super viel Spaß und es war wunderschön! Wir nahmen einen Shuttle zurück zum Hostel, aßen und packten, denn am nächsten Tag sollte es weitergehen.

Rote Wüste
Rote Wüste
Rote Wüste
Rote Wüste
Raupe des Tetrio-Schwärmers
Rote Wüste
Rote Wüste
Rote Wüste
Rote Wüste
Rote Wüste
Rote Wüste

Ein voller Tag in der Wüste reichte auf jeden Fall vollkommen aus, um alles ohne Stress zu sehen. Es war ein Umweg, hat sich meiner Meinung nach aber gelohnt. Und die Gruppe, mit der ich dort war, hat es noch viel schöner gemacht.

Rote Wüste
Rote Wüste
Ziege in roter Wüste
Rote Wüste
Ziege in roter Wüste
Rote Wüste
Rote Wüste
Rote Wüste
Rote Wüste
Rote Wüste

Für Marlene ging es zurück nach Bogotá und für Iza und mich nach Salento. Als wir den Uber in die Stadt nahmen, um von dort den Bus nach Neiva zu nehmen, sagte uns der Tuktuk-Fahrer, dass es viel kürzer wäre, mit der Fähre zu fahren und von dort in den Bus zu steigen, anstatt eine Stunde südlich zu fahren. Also glaubten wir ihm und nahmen die Fähre, die keine zwei Minuten an die andere Uferseite brauchte, wo wir mit dem Roller abgeholt werden sollten. Nur wartete nur ein Rollerfahrer auf uns. Marlene fuhr also als Erste mit fast dem kompletten Gepäck. Der Fahrer hatte ihren Rucksack auf dem Lenker, ihren und meinen kleinen Rucksack an den Griffen, und sie trug meinen Rucksack auf dem Rücken. Dann fuhren sie los und Iza und ich warteten auf seine Rückkehr. Als er dann da war, nahm er Izas Rucksack auf den Lenker, den anderen Rucksack am Lenker, und wir saßen zu dritt auf dem Roller. Ein Abenteuer kann ich euch sagen! An dem Café, an dem wir abgesetzt wurden, um auf die Busse zu warten, saßen wir dann leider fast eine Stunde. Marlene erwischte direkt einen Bus nach Bogotá, aber Iza und ich warteten und warteten. Der Bus war teurer als gedacht und wir mussten zwei Mal umsteigen, schafften es aber bis nach Salento. Mit 6 Verkehrsmitteln ging es für uns vom Tatacoa Desert nach Salento (Tuktuk, Fähre, Roller, drei Busse).

Volle Fahrt mit all dem Gepäck
Volle Fahrt mit all dem Gepäck
Zu dritt auf dem Roller
Zu dritt auf dem Roller

Salento

Salento
Salento
Salento
Hostelkatze
Salento
Salento
Aussichtspunkt Salento
Aussichtspunkt Salento
Salento

Ich buchte hier erstmal nur zwei Nächte, um zu schauen, wie es mir gefällt, und ich blieb am Ende 5 Nächte, weil ich mich hier so wohlgefühlt habe. Am ersten Tag machte ich eine Kaffeetour und lernte eine Menge über Kaffee. Wir pflückten ein paar Bohnen und sahen den kompletten Prozess. Wir durften auch selber Kaffeebohnen in speziellen Schälmühlen schälen, sahen, wo sie trocknen, und haben danach selber Kaffee geröstet und probiert. Ich trinke nicht gerne schwarzen Kaffee, aber es war wirklich lecker.

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Am Dienstag ging es dann ins Cocora Valley. Der Ort, für den vermutlich die meisten nach Salento kommen. Im Cocora Valley stehen bis zu 60 Meter hohe Wachspalmen und man kann hier wandern. Es gibt einen kurzen Trail zu den touristischen Aussichtspunkten und einen längeren, der etwa 5 Stunden Rundweg sein soll. Wir entschieden uns für den langen Weg. Uns wurde empfohlen, im Uhrzeigersinn zu gehen, da es leichter sein soll. Wir wurden aber von einem vermeintlichen Mitarbeiter gefragt, ob wir den kurzen oder den langen Weg gehen, und er lotste uns nach rechts. Nach einer Weile stellten wir fest, dass wir gegen den Uhrzeigersinn gingen. Eine Stunde ging es stetig bergauf.

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Dann gab es eine Abzweigung zum "Kolibri-Haus". 1km sollte es sein, es fühlte sich an wie der längste Kilometer meines Lebens. Es ging nur bergauf und ich war am Überlegen, umzudrehen. Aber die Hälfte der Gruppe zog durch und wir kamen oben an. Und stellten fest: Man muss bezahlen. Nach viel Hin-und-Her-Überlegen zahlten wir und verbrachten mindestens eine Stunde hier. Die Kolibris kamen so nahe, ich sah das erste Mal einen mit langen blauen Schwanzfedern, und zwei kamen sogar auf meine Hand, als ich ein kleines Schälchen in der Hand hatte. Das war wirklich toll. Wir gingen wieder bergab und wussten, dass es unten angekommen nun wieder recht steil bergauf gehen würde (deshalb ist die andere Richtung wohl mitunter leichter). So schlimm war es aber nicht, wir brauchten nur 25 Minuten, bis wir oben waren, und danach war es eher ein Spaziergang. Wir machten oft Pause und genossen unsere Umgebung.

Fahlschwanzkolibri
Himmelssylphe
Himmelssylphe
Halsbandinkakolibri
Maskenhakenschnabel
Ausblick Wanderung
Ausblick Wanderung
Ausblick Wanderung
Fahlschwanzkolibri

Als wir an der Plattform ankamen, die Ausblick auf das typische Cocora-Valley-Motiv bot, waren noch einige andere da. Wir setzten uns und aßen etwas, und bald waren wir fast alleine. Der letzte Teil war recht touristisch aufgebaut, aber trotzdem sehr schön. Am Ende brauchten wir 7 Stunden für die gesamte Strecke. Wir sind entspannt gewandert und haben uns überall Zeit gelassen. Und ich bin froh, dass wir gegen den Uhrzeigersinn gegangen sind. So war der bekanntere Teil des Valleys unsere Belohnung nach der Wanderung. Mit dem Jeep ging es dann zurück nach Salento. .

Blaukronenmotmot
Blaukronenmotmot
Cocora Valley
Cocora Valley
Cocora Valley
Cocora Valley
Cocora Valley
Cocora Valley
Cocora Valley
Cocora Valley
Blaukronenmotmot
Jeeps Salento
Wanderung Cocora Valley
Wanderung Cocora Valley
Wanderung Cocora Valley
Wanderung Cocora Valley
Ausblick Wanderung
Ausblick Wanderung
Cocora Valley
Cocora Valley
Jeeps Salento

Den Mittwoch nutzte ich, um mir Salento anzuschauen. Ich schlenderte durch die süßen, bunten Gassen, saß in einem Café, entdeckte die besten Empanadas, ging mit ein paar anderen Eis essen (es wurde mir von einer italienischen Freundin empfohlen) und wir gingen hinauf zum Aussichtspunkt. Das Örtchen gefällt mir sehr gut und erinnert mich sehr an den Film "Encanto".

Salento
Salento
Salento
Salento
Salento
Salento
Salento
Salento
Salento
Salento
Salento

Am Donnerstag nahm ich dann einen Jeep nach Filandia. Ein Nachbarort, der auch sehr süß sein soll. Bei der Ankunft sollte ich dann entscheiden, wie viel Zeit ich hier brauche und für wann meine Rückfahrt sein soll. Ich fragte, wie viel Zeit ich wohl bräuchte, und mir wurden 4 Stunden empfohlen. Dementsprechend kaufte ich das Ticket. Der Ort ist super süß, aber nachdem ich wirklich langsam über den Hauptplatz und durch die Nebenstraßen geschlendert war, waren gerade mal 45 Minuten um und ich war durch. Ich setzte mich in den Park und las und schlenderte dann nochmal umher. Ich ging in ein Café zum Journalschreiben und Lesen, und nachdem ich auch dort eine Stunde verbrachte, ging ich zurück zum Ticketschalter und fragte, ob ich auch eine Stunde früher fahren kann. Zum Glück ging das und ich saß die letzten 30 Minuten wieder im Park und las mein Buch. 3 Stunden dort waren für mich mehr als genug Zeit.

Filandia
Bunter Bus in Filandia
Filandia
Filandia
Filandia
Filandia

Medellín

Freitag nahm ich dann den Direktbus von Salento nach Medellín. Dem letzten Stopp in Kolumbien für mich. Die Fahrt war wieder länger als gedacht und am Nachmittag kam ich an. Ich teilte mir ein Uber mit drei Briten, die ich im Bus kennenlernte, und checkte im Hostel ein. An dem Abend machte ich außer Essen nicht mehr viel. Am Samstag nahm ich mir ein Uber Moto zum Optiker, um zu erfragen, ob es möglich ist, eine Sonnenbrille mit Sehstärke zu bekommen. Leider brauchen sie 7-10 Tage und so lange bin ich nicht hier. Also fuhr ich danach in die Mall, um mir ein paar Sachen für Peru zu holen und etwas bummeln zu gehen.

Mall in Medellín
Mall in Medellín

Marlene und Iza waren auch in Medellín angekommen und ich machte mittags spontan eine Walking Tour durch Downtown Medellín mit ihnen. Unser Tourguide zeigte uns das echte Medellín und nicht nur die "schönen" Orte und er erzählte etwas zur Geschichte der Stadt. Ständiger Begleiter der Tour: das Papaya Level. Das Sprichwort "no dar Papaya“ bedeutet, dass man sich nicht leicht zum Ziel machen und Wertsachen nicht offen zur Schau stellen soll. An einigen Orten war das Papaya-Level null, an anderen war es bei 5 (höchste Stufe) und wir sollten besonders auf unsere Wertsachen aufpassen. Unser Guide erzählte uns auch von den häufigsten Maschen (z. B. lässt jemand was fallen und während du helfen möchtest und es aufheben möchtest, beklaut dich wer anders). Er sagte, hier und heute ist nicht der Tag, um hilfsbereit zu sein. Aber trotz Papaya Level 5 habe ich mich nicht unwohler gefühlt. Ich habe einfach mehr auf meine Sachen geachtet.

Downtown Medellín
Downtown Medellín
Downtown Medellín
Downtown Medellín
Downtown Medellín
Downtown Medellín
Downtown Medellín
Downtown Medellín
Downtown Medellín
Downtown Medellín
Downtown Medellín

Am Abend war Ladies Night im Hostel und Marlene und ich waren dabei. Es ging kostenlos in verschiedene Bars und Clubs. Wir hatten jede Menge Spaß, ich verabschiedete mich aber schon etwas früher, da ich eine Tour für den nächsten Morgen gebucht hatte.

Es ging in die Comuna 13, einst eines der gefährlichsten Viertel Medellíns, heute voller Kunst und sehr touristisch. Die Tour machte ich gemeinsam mit den drei Briten, die ich aus dem Bus kannte. Der Guide war super und hat uns viel erzählen können. Die Murals hier waren wirklich beeindruckend und auch hierzu hätte ich ohne den Guide keine Ahnung über die Bedeutung gehabt. Man kann sich die Comuna 13 auch ohne Guide anschauen, ich war aber sehr froh, auch Infos zur Geschichte zu erfahren. Danach fuhren wir noch mit einer Gondel, um einen Teil der Stadt von oben zu sehen. Fürs Essen ging ich zurück ins Hostel, wo ich die Briten später traf (sie hatten das Hostel gewechselt), und wir spielten Karten auf der Dachterrasse.

Bahnstation Medellín
Ausblick Bahnstation
Comuna 13
Comuna 13
Comuna 13
Comuna 13
Mural Comuna 13
Comuna 13
Comuna 13
Comuna 13
Comuna 13
Comuna 13
Seilbahn
Bahnstation Medellín

Am Montag stand dann ein letzter Ausflug an: Guatapé. Ich war am Überlegen, die Tour selbstständig zu machen, traf dann aber andere, die eine organisierte Tour buchten, und schloss mich an. Die Mahlzeiten waren inklusive und der Treffpunkt war nur zwei Minuten von meinem Hostel entfernt. Nach dem Frühstück hielten wir zuerst am Fels von Guatapé. Um auf den Felsen zu kommen, mussten wir 740 Stufen hoch. Dafür brauchten wir überraschenderweise mit kurzen Pausen nur etwa 15 Minuten. Von oben hat man einen wunderschönen Ausblick auf die Seenlandschaft und die Inseln drumherum. Der See ist menschengemacht, da das Tal für einen Staudamm geflutet wurde. Wir hatten bestes Wetter und konnten weit schauen. Etwa 700 Stufen ging es dann wieder runter.

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Wir fuhren in den Ort selbst, der so viel schöner war, als ich vermutet hatte. Die Häuser waren allesamt so bunt! Wir bekamen einen Kaffee und schlenderten umher. Wir hatten Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden, und ich machte mich auf die Suche nach Zimtschnecken, die mir empfohlen wurden. Und ich fand sie. Ich nahm eine mit Nutella und Oreo. Sie war super mächtig, aber auch super lecker! Zufrieden ging es dann zu einer kurzen Bootstour und dann zum Mittagessen.

Guatapé
Buntes Tuktuk Guatapé
Guatapé
Guatapé
Guatapé
Guatapé
Zimtschnecke
Guatapé
Guatapé
Guatapé
Guatapé
Guatapé
Guatapé
Guatapé

Danach kam dann aber der Dämpfer. Wir fuhren in eine Art Streichelzoo. Dort gab es Alpakas, Lamas, Ponys und Esel. Viel zu viele Tiere auf viel zu engem Raum. Überall dazwischen die Menschen, die das Handy kaum einen Zentimeter vor das Gesicht der Tiere hielten. Die Tiere hatten keinen Rückzugsort, denn die Menschen konnten ihnen überallhin folgen. Einige Tiere verhielten sich auffällig und es brach mir das Herz. Es gab auch ein kleines Gehege mit Straußen und ein Fischbecken. Ich wollte möglichst schnell wieder raus und sah, dass es weiter hinten noch kleinere Ställe mit viel zu vielen Tieren gab. Wie sich an dem Leid jemand erfreuen kann, ist mir ein Rätsel. Bis auf den letzten Stopp war der Tag unglaublich schön. Leider hat das Ende einen bitteren Beigeschmack hinterlassen.

Guatapé
Guatapé
Guatapé
Guatapé
Ehem. Haus von Pablo Escobar
Ehem. Haus von Pablo Escobar
Ausblick Bootsfahrt
Guatapé

Abends traf ich die anderen noch zum Tejo spielen. Es ist der Nationalsport Kolumbiens und es werden Metallscheiben auf einen Kasten, der mit Lehm gefüllt ist, geworfen. Je näher du an dem Ring in der Mitte bist, umso besser. Auf dem Ring liegen mit Schwarzpulver gefüllte Dreiecke. Wenn du diese triffst und es explodiert, gibt es noch mehr Punkte. Das hat wirklich Spaß gemacht. Und es war schön, die Mädels nochmal zu sehen, bevor es für mich am nächsten Tag nach Peru ging.

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Zum Thema Sicherheit habe ich vorher sehr viele verschiedene Meinungen gehört. Ich habe mir viele Sorgen gemacht, habe aber nur gute Erfahrungen in Kolumbien gesammelt. Ich habe aber auch darauf geachtet, meine Wertsachen nicht zur Schau zu stellen und in den Städten nicht im Dunkeln und nicht alleine unterwegs zu sein. Tagsüber war ich fast überall auch mal alleine unterwegs und habe mich nie unsicher gefühlt. Ich hätte gerne auch noch ein paar andere Orte besucht, hatte aber nicht genug Zeit (mein Flug für die Weiterreise war leider schon gebucht). Cali zum Beispiel hätte ich gerne besucht, es ist die Hauptstadt des Salsas. Da aber Ende Mai die Wahlen waren und erst wenige Wochen zuvor ein Anschlag auf einen Bus auf der Strecke von der Wüste nach Cali stattgefunden hatte, entschied ich mich hier gegen einen Besuch dort. Vielleicht komme ich zurück.

Sonnenaufgang Wüste
Sonnenaufgang Wüste
Sonnenaufgang Wüste
Sonnenaufgang Wüste

Kolumbien hat mich im positivsten Sinne überrascht und ist eines meiner liebsten Länder meiner bisherigen Reise. Die Musik und die vielen Farben gefielen mir sehr gut und ich hätte hier gut und gerne noch ein bis zwei Wochen mehr verbringen können. Ich habe mal wieder erfahren, wie wichtig es ist, offen auf ein neues Land zuzugehen, denn aufgrund all der Warnungen hatte ich zwischendurch überlegt, das Land zu überspringen. Gut, dass ich es nicht gemacht habe. Bis zum nächsten Mal Jasmin

Filandia
Filandia
Comuna 13
Comuna 13
Mural Comuna 13
Kaffeetour
Kaffeetour
Kaffeetour
Kolibrinest
graue Wüste
graue Wüste
graue Wüste
Filandia